Was macht eigentlich das Thermostat?

Serie „Gut zu wissen!“, Teil 13: Tipps zum Start in die Heizsaison

Draußen wird es kühler, drinnen beginnt wieder die Heizsaison. Und wahrscheinlich haben die meisten schon einmal nach einem kalten Tag das Thermostat bis zum Anschlag aufgedreht, damit es schneller warm wird. Das Problem: Das funktioniert nicht. Die „5“ am Thermostat ist kein Turbo.

Ein klassisches Heizkörperthermostat ist kein Leistungsregler wie das Gaspedal im Auto. Im Thermostat steckt ein Temperaturfühler. Er misst, wie warm es im Raum ist, und regelt darüber, wie viel warmes Heizungswasser durch den Heizkörper fließt. Stufe 3 steht dabei in der Regel für etwa 20 Grad. Stufe 5 heizt den Raum nicht schneller auf – sie sorgt nur dafür, dass weitergeheizt wird, bis eine deutlich höhere Temperatur erreicht ist.

Und noch etwas, das zunächst etwas merkwürdig wirken kann: Ein Heizkörper darf zwischendurch durchaus kalt werden, obwohl das Thermostat auf 3 steht. Hat der Raum seine gewünschte Temperatur erreicht, schließt das Ventil automatisch. Scheint beispielsweise die Sonne ins Zimmer oder sorgen mehrere Menschen für zusätzliche Wärme, muss die Heizung entsprechend weniger tun.

Auch wichtig: Das Thermostat braucht Luft. Versteckt es sich hinter einem Vorhang, einem Möbelstück oder einer Verkleidung, kann sich dort Wärme stauen. Der Fühler „denkt“ dann möglicherweise, der ganze Raum sei bereits warm genug, und drosselt die Heizung zu früh. Deshalb Heizkörper und Thermostat möglichst freihalten!