Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Serie „Gut zu wissen!“, Teil 14: Mit wenig Strom wird ein Vielfaches an Wärmeenergie erzeugt

Wie arbeitet eigentlich eine Wärmepumpe? Das Grundprinzip ist aus der Küche bekannt: Der Kühlschrank hält Lebensmittel kühl, indem er Wärme aus seinem Innenraum nach außen transportiert. Eine Wärmepumpe nutzt dasselbe Prinzip fürs Heizen. Sie holt Wärme aus der Umgebung und macht sie im Haus nutzbar.

Diese Wärme steckt in der Außenluft, im Erdreich oder im Grundwasser. Selbst Luft mit Minusgraden enthält noch Wärmeenergie. Die Wärmepumpe nimmt sie auf und bringt sie mithilfe von Strom auf die Temperatur, die eure Heizung braucht. So werden Heizkörper, Fußbodenheizung und Duschwasser warm. Das Besondere daran: Mit wenig Strom kann die Anlage ein Vielfaches an Wärme bereitstellen. Den weitaus größten Teil der Wärme holt sie kostenlos aus der Umgebung. Wie effizient sie arbeitet, zeigt die Jahresarbeitszahl, kurz JAZ. Moderne, gut abgestimmte Anlagen können dabei auch Werte deutlich über 4 erreichen. Mit einer Kilowattstunde Strom produzieren die Wärmepumpen, die wir im Einsatz haben, über das Jahr gerechnet mehr als viereinhalb Kilowattstunden Wärme.

Wie hoch die JAZ tatsächlich ausfällt, hängt vom Gebäude, der Wärmequelle und der Einstellung der
Heizung ab. Je höher die Zahl, desto weniger Strom braucht die Anlage für dieselbe Wärmemenge.